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Vorlese-Geschichte: Das Tigerrudel auf dem Weltkindertag in Köln

  • Autorenbild: Tiger Rudel Autorin
    Tiger Rudel Autorin
  • 1. Juni
  • 2 Min. Lesezeit
Tiger Rudel illustration, Tiger am Rhein

Heute war kein gewöhnlicher Tag im Tigerrudel. Schon am Morgen waren alle Kinder ganz aufgeregt, denn Frau Schöneaugen hatte etwas Besonderes geplant.


„Heute fahren wir nach Köln zum Weltkindertag am Rhein!“ sagte sie mit einem Lächeln.

„Mit dem Kinderbus?“ fragte Lino sofort hoffnungsvoll.


Die anderen Kinder kicherten.


„Diesmal nicht“, sagte Frau Schöneaugen. „Heute machen wir einen richtigen Ausflug.“

Also packten alle ihre kleinen Rucksäcke.Es wurden Trinkflaschen verteilt, Sonnenhüte aufgesetzt und natürlich durfte auch der kleine Tiger vom Tigerrudel nicht fehlen. Er saß stolz vorne im Wagen und beobachtete alles ganz genau.


Schon die Zugfahrt war für die Kinder ein Abenteuer. Liam klebte fast mit der Nase am Fenster und zeigte auf jede Brücke, Federico wollte wissen, wohin der Rhein fließt, und Fritzi kuschelte sich zwischendurch an Frau Schöneaugen, während sie die vorbeifliegenden Häuser beobachtete.


Als sie endlich ankamen, war überall Leben.

Bunte Fahnen flatterten im Wind.Kinder liefen lachend über die Wiesen am Rhein. Es gab Musik, kleine Spiele, Seifenblasen und Stände mit Malfarben und Bastelsachen.


Der kleine Tiger wusste gar nicht, wohin er zuerst schauen sollte.

„So viele Kinder!“ staunte er.


„Ja“, sagte Frau Schöneaugen. „Und heute geht es nur um sie.“

Die Kinder vom Tigerrudel probierten alles aus. Liam kletterte mutig über einen kleinen Parcours. Federico tanzte sofort, als irgendwo Musik lief. Lino blieb fasziniert vor riesigen Seifenblasen stehen und versuchte sie einzufangen. Und Fritzi malte konzentriert ein buntes Bild mit ganz vielen Herzen und Blättern.


Zwischendurch machten sie Pause direkt am Rhein. Die Kinder saßen im Gras, aßen Obst und kleine Muffins und schauten den Booten zu.


„Warum gibt es eigentlich Weltkindertag?“ fragte Liam irgendwann.

Frau Schöneaugen dachte kurz nach.

„Damit Erwachsene nicht vergessen, wie wichtig Kinder sind“, sagte sie schließlich.„Kinder brauchen Zeit, Liebe, Schutz und Menschen, die ihnen zuhören.“


Der kleine Tiger schaute auf die vielen Familien, die lachenden Kinder und die bunten Fahnen im Wind.

Dann sagte er ganz leise:

„Ich glaube, Erwachsene vergessen manchmal, dass Kinder nicht klein gemacht werden wollen… sondern groß werden.“


Frau Schöneaugen lächelte.

„Genau darum geht es.“


Als die Sonne langsam tiefer stand, machten sich alle müde, aber glücklich auf den Heimweg. Im Zug wurde kaum noch gesprochen. Federico schlief fast sofort ein, Fritzi lehnte ihren Kopf an Frau Schöneaugen und Lino hielt noch immer eine kleine Seifenblase aus Papier in der Hand.


Und der kleine Tiger?

Der dachte auf dem ganzen Rückweg nur an eine Sache:

Dass die Welt viel schöner wird, wenn Kinder genug Platz bekommen, einfach Kinder zu sein.


Schönen WeltkinderTag, meine kleinen Tiger. 🐾💛

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